Reisen aus Leidenschaft

Linie

Angkor Wat - Weltkulturerbe in Kambodscha

Angkor Wat im Monsumregen

Angkor Wat im Monsumregen

Ein Abstecher nach Kambodscha - was liegt näher als im Rahmen einer Thailandreise einen Abstecher nach Kambodscha / Seam Reap zu machen?

Also planten wir im September 2008 einen 4 - Tagestrip nach Seam Reap. In Deutschland wurde uns von anderen Reisenden ein gut englisch sprechender Guide empfohlen, den wir auf diesem Wege wärmstens weiterempfehlen können! Diesen hatten wir per Mail kontaktiert und für 30 US $ am Tag engagiert. Klappte alles reibungslos, er hat uns vom Flughafen in Siam Reap abgeholt und stand uns ab diesem Zeitpunkt, wann immer wir wollten zur Verfügung.

Wer individuell die Region um Seam Reap (und auf Anfrage bestimmt auch ganz Cambodia) erkunden will, dem können wir Mr. Yung ans Herz legen. Er spricht sehr gutes Englisch und ist ein sehr freundlicher, zuvorkommender Mensch, der uns auf unserer Reise tiefe Einblicke in die Kultur und das tägliche Leben der Kambodschaner gewährt hat.

Kontaktaufnahme am besten schon vor Reisebeginn: Mr.Yung: hengkhunyung at yahoo.com

Kambodscha…das Land der roten Khmer, vom Diktaturregime Pol Pot`s  geprägt, auch heute noch in ständiger Angst und noch immer nicht von allen Landminen befreit. Die Menschen, sehr zurückhaltend und verschlossen, fast schon ängstlich aber auch neugierig und in Aufbruchsstimmung. Die Kulturgüter, imposant und beeindruckend die Tempelanlagen um Seam Reap, wie Ankor Wat, Ankor Thom sowie die Urwaldtempel wie z.B. Ta Prohm sind nur ein Teil davon.

Kaum fassbar, das dies von Menschenhand gebaut wurde und unbegreiflich das während des Krieges die Tempel an ausländische Investoren verkauft wurden, um für die erworbenen Dollars Waffen und Kriegsgerät zu beschaffen. Die abgeschlagenen Köpfe der Tempelskulpturen zeugen davon.

Durch unseren privaten Fahrer sind wir auch zu Tempelanlagen, gekommen die nicht so von Touristen frequentiert sind und tief im Dschungel versteckt liegen. Eindrücke, die wir ganz sicher nicht vergessen, von Wurzeln und Lianen überwucherte Tempel, wo der Eindruck entsteht, es müsste gleich „Mogli“ aus dem Dschungelbuch um die Ecke kommen… aber es stand nur ein kleiner Junge da, der uns signalisierte er habe Hunger, nicht bettelnd sondern sehr zurückhaltend und etwas verschämt hat er dies zum Ausdruck gebracht. Zu Essen hatten wir nichts dabei, aber ein paar Münzen, die uns ganz sicher nicht ärmer machen, ihm aber ein Lächeln ins Gesicht zauberten.

Bei solchen Begegnungen wird uns immer wieder bewusst, wie gut es uns geht und das es ein schönes Gefühl ist, davon auch mal was ab zu geben. Wenn das auch nicht immer und überall möglich ist (wir alleine können die Welt nicht retten), so ist es aber in diesen Momenten unumgänglich.

Tonle Sap, der größte und fischreichste Binnensee Südostasiens auf dem viele Menschen in ärmlichen und sehr einfachen Verhältnissen in ihren Hausbooten leben. Wir sind uns sicher, so könnte und wollte von uns keiner leben. Das Leben findet auf dem Wasser statt, die Menschen leben von, mit und auf dem See. Wenn man nach solchen Begegnungen zurück ins klimatisierte 4 Sterne Hotel kommt, erscheint einem das schon etwas unwirklich und man fühlt sich nicht ganz wohl in seiner Haut.

Aber wir hatten auch amüsante Situationen, so wurde in Seam Reap ein Einkaufszentrum eröffnet, in den zweiten Stock führte eine Rolltreppe, für uns nun wirklich keine Attraktion, aber für die jungen und alten Kambodschaner eine Herausforderung ohne Gleichen!

Sowohl Erwachsene als auch Kinder hielten sich an den Händen und der Mutigste von ihnen machte den ersten Schritt auf die rollende Treppe, oben angekommen wollten die Ersten dann zurück, aber die nachrückenden schoben unaufhaltsam. Ein irres Schauspiel. Oben angekommen sah man ihnen dann aber die Begeisterung an. Sie fuhren immer wieder hoch und runter und konnten kein Ende kriegen. Wir gönnten uns einen Cappuccino und beobachteten das muntere, immer wieder kehrende Schauspiel.

Unser Resümee:

Kambodscha ist in jedem Fall eine Reise wert und mit einem privaten Fahrer, so wie wir ihn hatten, lernt man ganz sicher das Land und die Menschen aus einem anderen Blickwinkel kennen als im Touristenbus, der nur die bekannten Sehenswürdigkeiten ansteuert. So manche Begegnung hat uns vor Augen geführt wie gut es uns geht und das wir keinen Grund haben uns in irgendeiner Weise über unser derzeitiges Leben zu beklagen.

Kambodscha ist nicht vergleichbar mit den schon länger vom Tourismus erschlossenen asiatischen Ländern. Wer das ursprüngliche, unverfälschte und nicht geschönte Bild von Asien sehen will, dem sei Kambodscha ans Herz gelegt.

Icon Stonemover Stein